»Darum prüfe wer sich ewig bindet ...« - so beginnt ein wohlbekanntes Sprichwort. An eine Katze bindet man sich zwar nicht ewig, aber mit dem Kauf einer Katze holt man sich doch für die nächsten 15 - 20 Jahre einen Lebensgefährten ins Haus. Deshalb sind Spontanentscheidungen beim Tierkauf grundlegend falsch. Bevor man eine Samtpfote zu sich nimmt, sollte man sich erst Gedanken über das weitere Leben mit der Katze machen. Allzu spontane Entscheidungen könnte man später bereuen, indem die bedauernswerte Katze schließlich im Tierheim landet.

Eine kranke Katze benimmt sich anders als sonst, und ihr Geruch verändert sich. Gesunde Katzen putzen sich gründlich; haben saubere Augen, saubere Zehenzwischenräume und einen sauberen After.

Impfungen

Krankheit Grundimmunisierung 1. Impfung 2. Impfung Auffrischungen
Katzentyphus
mit 9 Wochen möglich 2 Injektionen im Abstand von 3 Wochen nächste Impfung 1 Jahr danach alle zwei Jahre
Katzenschnupfen mit 9 Wochen möglich 2 Injektionen im Abstand von 3 Wochen nächste Impfung 1 Jahr danach jährlich
Chlamydiose mit 9 Wochen möglich 2 Injektionen im Abstand von 3 Wochen nächste Impfung 1 Jahr danach jährlich
Katzenleukose (FeLV) mit 9 Wochen möglich 1. Impfung ab dem Alter von 3 Monaten 2. Impfung genau 1 Jahr nach der ersten jährlich.
Tollwut 1. Impfung ab dem Alter von 3 Monaten 2. Impfung genau 1 Jahr nach der ersten jährlich
Außer der Impfung gegen Tollwut ist keine andere vorgeschrieben, sie sind jedoch dringend zu empfehlen.
Wichtig ist, dass das Tier zum Zeitpunkt der Impfung gesund sein muss, da die Immunitätsausbildung sonst gefährdet ist.

Katzenschnupfen
Der Katzenschnupfen ist die verbreiteteste und bekannteste Krankheit, die sich eine Katze zuziehen kann. Er äußert sich genau wie ein Schnupfen beim Menschen: Tränende Augen, erhöhte Temperatur und Appetitlosigkeit. Katzenschnupfen ist kein normaler Menschen-Schnupfen, welcher für Katzen ziemlich ungefährlich ist. Ein Katzenschnupfen dagegen kann, wenn er nicht behandelt wird, für die Katze tödlich enden.
Eine Impfung gegen Katzenschnupfen existiert und sollte durchgeführt werden. Vorsicht allerdings, falls Ihre Katze schwach oder bereits krank ist, denn die Impfung wird durch Immunisierung mit lebenden Viren durchgeführt. Eine Impfung an einer bereits erkrankten Katze ist also a) wirkungslos und b) gefährlich.
Erst der direkte Kontakt zwischen Katzen und ein gegenseitiges Anniesen führt zur Infektion. Hierbei kommt es darauf an, wieviele Viren ausgeniest werden. Eine hohe Dosis steckt eine Katze oft schon in 2 oder 3 Tagen an. Bei einer niedrigeren Dosierung kommt es nur dann zur Ansteckung, wenn die Katzen ca. 2 Wochen zusammen sind. Die Krankheit ist sehr gut behandelbar.

Leukose
Diese Krankheit ist weltweit inzwischen sehr verbreitet. Sie wird fast ausschließlich direkt von einer Katze auf die andere übertragen, zum Beispiel durch Speichel oder Urin. Eine Übertragung durch den Menschen, wie zum Beispiel über Kleidungsstücke, ist sehr unwahrscheinlich, da das Virus an der Luft nur einige Minuten überlebt.
Die Krankheit selbst ist nur symptomatisch behandelbar, sie erstreckt sich oft über Jahre und führt schließlich unweigerlich zum Tod. Wenn die Katze behandelt wird, kann sie mit der Krankheit noch einige Jahre ganz gut leben. Eine Impfung existiert und ist hauptsächlich für freilaufende Katzen sehr zu empfehlen.
Die Katzenleukose ist eine äußerst gefährliche Viruserkrankung und Weltweit verbreitet. Fast jede sechste Katze stirbt daran. Die Krankheit ist mit dem Blutkrebs beim Menschen vergleichbar. Die Inkubationszeit beträgt mehrere Jahre. Katzen die zur Leukoseimunisierung kommen müssen vor der Impfung einen Test machen, denn bereits infizierte Tiere dürfen nicht geimpft werden. Für den Test muß der Tierarzt dazu etwas Blut abnehmen, eine unangenehme aber notwendige Prozedur. Viele Katzen tragen den Virus im Körper, jedoch bedeutet das noch lange nicht daß die Krankheit ausbrechen muß. Das erschwert häufig eine genaue Diagnose. Die Leukose verursacht teilweise sehr unterschiedliche Krankheitsbilder. Fast alle Organe können davon betroffen werden, auch das Gehirn. Ist die Krankheit erst einmal ausgebrochen, so ist eine Heilung fast unmöglich. Besonders infektiös ist bei Leukose der Speichel. Bei der gegenseitigen Fellpflege wird die Krankheit genauso übertragen wie auch beim fressen aus dem gemeinsamen Napf. Aber nicht nur über den Speichel stecken sich die Tiere an. Eine Hauptinfektionsquelle ist das gemeinsame Katzenklo. Auch im Kot und Urin sind die Viren enthalten. Sind mehrere Katzen in einem Haushalt, so läßt sich eine gegenseitige Infektion kaum vermeiden. Nimmt man eine zusätzlich Katze auf, so ist eine Untersuchung Pflicht, denn nur so läßt sich das Risiko einer Verbreitung verringern. Eine äußerlich gesunde Katze kann schon längst an Leukose erkrankt sein.

FIP Erreger:
Coronaviren - Inkubationszeit: Wochen bis Jahre - bevorzugt erkranken: Katzen unter 1 Jahr und dann wieder ältere.
Ansteckung: Speichel, Kot, Harn. Achtung beim gemeinsamen benützen von Fressgeschirr oder Katzentoiletten. Widerstandsfähigkeit des Virus in der Außenwelt: gering - Formen: die "feuchte Form" macht die Bauchwassersucht (eigentlich ja "feline infectiöse peritonitis"), die "trockene Form" verursacht an verschiedenen Organen granulomatöse Veränderungen (z.B. an den Nieren, der Leber, Lunge, Darm, Netz usw.), auch zentralnervöse Formen sowie Augenformen werden durch die trockene Form verursacht. Beide Arten können auch gemischt vorkommen
Symptome: Lethargie, Appetitlosigkeit, Fieber, Ikterus (Gelbsucht), Durchfall und bei der feuchten Form das birnenförmig (!!!) vergrößerte Abdomen. Diagnose: im Blut durch den sogenannten "FIP-Test", welcher den Antikörpertiter bestimmt, nicht das Virus selbst nachweisen kann; sagt also nur aus, dass die Katze einmal mit dem Virus in Berührung gekommen ist und Antikörper gebildet hat! Dieser Titer erlaubt keine prognostische Aussage und darf ohne klinisch manifeste Symptome nie als Euthanasiegrund herangezogen werden! Seit einiger Zeit Nachweis viraler Nucleinsäuren (damit direkter Coronavirusnachweis) mittels "PCR"....da aber auch hier viele Faktoren mitspielen, die zu erläutern hier den Rahmen sprengen würde, ist auch diese Methode keine perfekte in der Prognostik. Impfung: seit einigen Jahren am Markt "Primucell", erfolgt in die Nase der Katze, Wirksamkeit umstritten. Prognose : man ist hier geteilter Meinung, die Mehrheit meint, die Erkrankung verlaufe stets tödlich.
Dem ist entgegen zu halten, dass weder jede Katze, die sich infiziert hat, auch tatsächlich an FIP erkranken muss und dass es immer wieder Fälle gibt, bei denen der Titer auf Null sinkt, sowie Fälle von Spontanheilungen. Zur Therapie ist ebenfalls zu sagen, dass sich hier die Geister scheiden, man aber allgemein sagt, es gebe keine kausale Therapie, allenfalls eine symptomatische......auch hier würde eine Erklärung zu sehr in die Tiefe gehen!

Flöhe
Flöhe sind, insbesondere bei Katzen, die das Haus verlassen dürfen, keine Seltenheit und man sollte seine Katze regelmäßig auf Flöhe hin untersuchen oder dies den Tierarzt machen lassen. Wenn sich diese Parasiten dann auffinden, gibt es zahlreiche Mittel, die man zur Bekämpfung verwenden kann und die einem vom Tierarzt empfohlen werden können.
Bevor man zur Chemie greift, sollte man es aber erstmal mit den »Hausmitteln« versuchen.
Das mit dem Flohpulver ist auch so eine Sache. Mensch sollte besser erst mal versuchen, ohne Chemie gegen die Flöhe anzukommen. Das heißt, die Katze mit einem Flohkamm kämmen, die Flöhe vernichten (ins Wasser werfen oder mit dem Nagel zerdrücken) und die Wohnung und alle Schlafplätze oft und gründlich saugen. Die Flöhe, die sich auf einer Katze befinden, sind nicht das Schlimmste. Es gibt wesentlich mehr Flöhe, die sich irgendwo im Teppich oder auf Sesseln vergnügen und ihre Eier legen.
Wenn alles nichts hilft, weiß der Tierarzt weiter: Flohpulver, ein Wässerchen, das am Nacken eingerieben wird, Flohhalsband und das Produkt »Program«, eine Paste, die die Fortpflanzungsfähigkeit der
Flöhe einschränkt. Gegen Flöhe hilft keine Impfung.

Zunächst gilt es, nachdem man sich für eine Rasse- oder Hauskatze entschieden hat, die Wohnbedingungen zu prüfen.Ist die Wohnung groß genug, um einer oder zwei Katzen genügend Raum zum Spielen zu bieten? Wird der Vermieter einverstanden sein? Kann die Katze eventuell ins Freie gelangen? Welche Sicherungsmaßnahmen müssen getroffen werden? Sehr ordentliche Menschen sollten sich fragen, wie sie zu Schäden an ihren heißgeliebten, gepflegten Möbeln stehen. Es kann immer mal vorkommen, daß auch eine gut erzogene Katze beim Toben an der teuren Polstergarnitur Fäden zieht oder eine Vase aus der Ming-Dynastie umreißt. Ebenso muß man damit klarkommen können, daß gerade bei Langhaarkatzen in der ganzen Wohnung Katzenhaare herumliegen, und daß die Katze ab und zu ihre Haarballen auf den kostbaren Perserteppich erbricht.

Wichtig ist auch sich Gedanken zu machen, wer die Katze pflegt, wenn man in den Urlaub fahren möchte, oder wenn man mal krank wird. Übernehmen Freunde und Verwandte das? Wenn nicht, dann sollte man sich für den Fall der Fälle nach einen Catsitter-Club in der Nähe umsehen. Eine Katze braucht ihr Leben lang die Pflege und Zuwendung ihres Menschen. Wenn man beruflich viel unterwegs ist, wird sich eine Katze alleine zu Tode langweilen und verkümmern. In diesem Fall sollte man sich mit der Frage auseinandersetzen, ob nicht vielleicht auch Platz für eine zweite Katze vorhanden ist?

Denken Sie immer daran, dass ein Kater nicht stinkt, sondern sein Territorium markiert. Kater braucht Freilauf. Ob Sie eine Katze oder einen Kater zu sich nehmen, hängt davon ab wie erfahren als Katzehalter Sie sind. Um eine Züchtung zu betreiben, ist eine sehr grosse Verantwortung für das Tier und die Umwelt.